einfacher USB RFID-Reader

Egal ob zur Zeiterfassung, zur Zutrittskontrolle oder für jegliche andere Zwecke – RFID ist in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Setzt man sich weiter mit dem Thema auseinander kommt man schnell zu dem Schluss, dass die benötigten Bauteile unter Umständen recht teuer sind. Mit diesem RFID-Reader für unter 10€ öffnen sich jedoch ganz neue Möglichkeiten.

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Ich habe mich für ein Projekt damit beschäftigt. In meinem Fall brauchte ich einen einfachen, aber zuverlässigen RFID-Reader für ein Zeiterfassungssystem. Mehrere Reader in Kombination mit jeweils einem Raspberry Pi (Model B+) bildeten das System.

Preis & Lieferumfang

Auf der Suche nach einem günstigen USB-fähigen RFID-Reader bin ich auf diesen gestoßen. Für 7-10€ ist er bei eBay zu finden. Bei Lieferungen aus China muss man durchaus 2 Wochen Lieferzeit einplanen. Auch bei Amazon bieten ihn einige Händler inzwischen an (USB RFID Desktop Reader).

rfid_backAusgeliefert wird der Reader ohne großes Zubehör oder Anleitung. Ein etwa 1m Mini-USB Kabel liegt bei. Die Verarbeitung ist in Ordnung. – Einfach, aber immerhin mit vernünftigen Fleece-Füßen, die für einen Vernünftigen Halt sorgen.

 

Anschluss & Verwendung

Anschluss per USB – denkbar einfach. Funktionsfähig unter Windows, Mac OS X, Linux und Raspberry. Der Reader registriert sich als Tastatur und fungiert auch so. Eine Status-LED auf der Vorderseite signalisiert die Bereitschaft. Bei jedem gelesenen Transpondern leuchtet diese auf und es wird ein Piepton abgespielt. Der Code wird als Tastatureingabe als 10-Stellige Zahl (mit vorausgehenden Nullen) eingegeben und anschließend mit einem Enter (bzw. Newline) abgeschlossen. In einem Editor ergibt das somit für jeden Transponder eine Zeile. In einer Linux-Console resultiert die Eingabe ebenfalls als Zahl + Enter.

Eine Treiberinstallation ist in keinem Fall notwendig.

Transponder

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Der RFID-Reader arbeitet im 125Khz-Bereich. Gängige 125Khz Transponder lassen sich in diversen Formen finden.
Der Lesevorgang an sich geht sehr schnell und auch schnell hintereinander ohne Probleme.
Kartentransponder werden ab einer Distanz von etwa 10cm gelesen, Transponder als Schlüsselanhänger ab etwa 5cm.

Fazit

Insgesamt bin ich mit dem Gerät rundum zufrieden. Aktuell knapp 3 Monate im Dauerbetrieb ohne Probleme! – und das für den Preis. Wer sich also mit dem Thema RFID beschäftigen möchte, egal ob unter Windows, Mac oder auf einem Raspberry bekommt hier für 10€ ein Gerät, was genau macht was es soll und dafür wirklich günstig ist.

Zum Bau eines Zeiterfassungssystems, habe ich zudem gute Erfahrungen in Kombination mit dem Adafruit USB LCD Display gemacht, dass sich ebenfalls gut integrieren lässt.

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